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Geschichte & Kultur

Die Geschichte der grünen Insel ist turbulent und reicht bis in nach 10.000 v. Chr. zurück. Wie in jedem Land ist die kulturelle Entwicklung stark mit der geschichtlichen Entwicklung verknüpft.

10.000 v. Chr.
Einige wenige archäologische Spuren weisen darauf hin, dass nach der letzten Eiszeit die ersten Jäger und Sammler nach Irland kamen. Bevor Irland und Schottland wegen der Eisschmelze durch die Irische See getrennt wurden waren die beiden Länder über eine Landbrücke verknüpft.

4.500 v. Chr.
Mit der Jungsteinzeit (Neolithikum) wurden die Menschen sesshaft und die ersten neolithischen Farmer erreichen Irland per Boot mitsamt ihren Schafen, Kühen und Getreide.

700 v. Chr.
Die keltische Kultur erreicht Irland. Sie prägt die Kultur, Sprache und die Legislative. Die keltische Formung sollte sehr lange die irische Kultur prägen. So ist z.B. Brehon Law, das bis in das frühe 17. Jh. angewandt wurde. Das Brehon Law war so stark im Alltag verknüpft, dass die englischen Eroberer ihr Common Law nur schwer dagegen durchsetzen konnten.

300 v. Chr.
Der keltische Stamm 'Gaels' landet an der irischen Küste und teilt Irland in die fünf Provinzen Leinster, Meath, Connaught, Ulster und Munster.

430 n. Chr.
Die Christianisierungsbemühungen in Irland schreiten voran. St. Patrick kehrt nach Irland zurück, um seine Mission anzutreten.

500 n. Chr.
Das Klosterleben bringt ein goldenes Zeitalter mit sich. Handwerkskunst wie Buchmalerei, Edelmetallverarbeitung und Bildhauerei erbringen Kulturschätze wie beispielsweise das 'Book of Kells'.

800 n. Chr.
Dänische Wikinger landen immer wieder an der irischen Küste, um zu morden und zu rauben.

 

1014 n. Chr.

Nach der großen Schlacht gegen Brian Ború bei Clontarf siedeln sich die Wikinger in Irland r.an, beginnend mit der Siedlung Dubh Linn (Schwarzer Pool), Grundstein für die heutigen Stadt Dublin.

 

1169 n. Chr.

Die "800 Jahre englischer Herrschaft" beginnen mit der Ankunft walisischer und normannischer Barone, die von König Henry II. entsandt worden.

 

1366 n. Chr.

Die Barone bringen sich in die irische Gesellschaft ein und bauen Städte, wie z.B. die Stadt Kilkenny, deren mittelalterlicher Charakter großteils bis heute erhalten geblieben ist. Um die Anerkennung der englischen Herrschaft auszubauen und die Verschmelzung der Barone mit der irischen Gesellschaft zu unterbinden, werden die "Statues of Kilkenny" erlassen. Diese verbieten Mischehen mit Iren, die irische Sprache und die Gebräuche.

 

1594 n. Chr.

Hugh O'Neill, Earl of Tyrone, fordert Unterstützung aus England, um das Dach seines Schlosses neu zu decken. Er verwendet das Geld statt dessen für Munition. Dies war der Beginn eines neunjährigen Krieges.


1607 n. Chr.

Hugh O'Neill kämpfte erfolgreich sieben Jahren gegen Elisabeth I. Dann muss er doch aufgeben. Er und 90 weitere Anführer aus Ulster verlassen Irland für immer und überlassen Ulster der englischen Krone und der sogenannten Plantation Policy.

 

1641-1829 n. Chr.

Blutige Religionskriege werden ausgetragen, irischen Katholiken werden verfolgt und unterdrückt.

 

1801 n. Chr.

The Act of Union vereinigt Irland politisch mit Großbritannien.

 

1845-51

Missernten führen zu einer großen Hungersnot in Irland. Die britische Regierung überlässt Irland sich selbst. Die Folgen: Geschätze Todesopfer von bis zu einer Million, zwei Milliionen Iren emigrieren.

 

1919-21

Irischer Unabhängigkeitskrieg. Der Krieg endet mit einem Anglo-Irischen Vertrag, der 26 irischen Counties Unabhängigkeit gewährt und sechs protestantischen Counties in Ulster die Wahl lässt, wozu sie gehören möchten.

 

1922

Ein freier irischer Staat wird gegründet.

 

1948

Nach einem Bürgerkrieg und zehn Jahren politischer Unbeständigkeiten wird eine neue Regierung gewählt. Diese Regierung erklärt die Republik Irland.

 

1969

Aufruhr in Nordirland, die in der Schlach am Bogside endet ist der Beginn der Unruhen "troubles" in Nordirland.

 

1972-1993

In Nordirland finden blutige Straßenschlachten und Außeinandersetzungen zwischen Iren und Briten statt. Ein offizielle Erklärung im Jahr 1993 in Downing Street in London unterzeichnet vom britischen Premiermininster John Major und dem irischen Prime Minister Albert Reynolds soll den Unruhen ein Ende bringen.


Die 90er Jahre
Irlands Wirtschaft erholt sich, Zahlungen aus der Europäische Union, die Ansiedlung ausländischer Großunternehmen wegen günstiger Arbeitnehmer und die Erfolg des Irish Dance mit Lord of the Dance oder Celtic Tiger machen Irland zu einem reichen Land.

 

1994

Der Anführer der Sinn Féin Gerry Adams verkündet das Ende der Gewalt im Namen der IRA.

 

1998

Ein Seitenflügel der IRA verübt im County Omagh einen Bombenanschlag, bei dem 29 Menschen sterben und 200 verletzt werden. Geschickte Arbeit der Politiker verhindern einen Gegenschlag, dies ist vorerst der letzte Anschlag im Rahmen der troubles.