Symbole & Traditionen der irischen Kultur

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Die irische Kultur ist sehr reich an Symbolen, Traditionen, eigenen Sportarten und Lifestyle. Besonders ist, dass viele sehr alte kulturelle Elemente bis heute aktiv gelebt werden. Rund um die Welt wird St. Patricks Day gefeiert, der Claddagh Ring ist bei verliebten Iren und gefühlten Iren ein Sympbol von Verbundenheit, irische Musik und irischer Tanz finden weit über Irland hinaus faszinierte Anhänger.

Das Kleeblatt "Shamrock" (Irisch: seamróg)

Gemäß der Legende nutze St. Patrick das Kleeblatt, um konvertierten Kelten die Heilige Dreifaltigkeit zu erklären. Die Heilige Dreifaltigkeit besteht aus dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, drei einzelne Teile und doch Teil eines Ganzen.

Der Claddagh Ring

Die Bedeutung des Claddagh Ring geht sehr weit in der Geschichte zurück bis zur Zeit der Römer. In der Regel besteht ein Claddagh Ring aus zwei Händen, die ein Herz halten, darüber befindet sich eine Krone. Die Hände stehen für Freundschaft, das Herz für Liebe und die Krone für Loyalität. Seit dem 17. Jahrhundert wird der Ring in einem Fischerdorf in Galway hergestellt. Es gibt verschiedene Erklärungen für die Entstehung des Claddagh Ring, hauptsächlich wird der Ring aber als Zeichen der Liebe verstanden, der in drei verschiedenen Weisen getragen werden kann, je nach Stand der Beziehung. Trägt man den Ring rechts mit der Herzspitze und Krone von sich weg ist man auf der Suche nach einem Partner, andersherum ist man in einer Beziehung. An der linken Hand mit Herzspitze und Krone zu sich getragen ist es der Ehering.

Der irische Kobold "Leprechaun"

Der Ursprung des kleinen Mannes, der seinen Topf mit Gold vor gierigen Menschen versteckt geht zurück auf die Völker der Göttin Danu "Tuatha dé Danann", die in Irland vor 4.000 Jahren lebten. Nach einer Niederlage wurde ihr König Lugh dazu gezwungen unter der Erde zu leben, wo er sich als Lugh Chromain (bedeutet kleiner gebeugter Lugh) einen Namen machte - der Leprechaun war geboren.

Die Harfe (Irisch: cláirseach)

Die Harfe gilt als das älteste Instrument, das in den altertümlichen Sagen gefunden wird. Die älteste Harfe der Welt kann im Trinity College in Dublin bestaunt werden. Nach Schätzungen ist diese Harfe etwa 600 Jahre alt. Die Harfenspieler bekleideten im gälischen Irland einen hohen Status, war es doch eine ihrer Hauptaufgaben über Stammesfürsten und und ihre Heldentaten Lieder zu singen oder Soldaten vor einer Schlacht zu motivieren. Ab dem 17. Jahrhundert verschwand die Harfe mehr und mehr als gängiges irisches Instrument. Heute wird die Harfe in irischer Live-Musik kaum noch verwendet, meist sind es dann Solostücke zu sehr speziellen Anlässen und Konzerten. Dennoch gilt sie bis heute als Symbol für Irland. So findet man die Harfe beispielsweise auf Münzen, Pässen und staatlichen Dokumenten.

Gälisch, die irische Sprache

Die häufig als Irisch bezeichnete gälische Sprache ist und findet ihren Ursprung im keltischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. In der Republik Irland gibt es die Amtssprachen Englisch und Gälisch. Grundsätzlich findet sich jeder Besucher mit Englisch gut in Irland zurecht. Gälisch ist meistens auch nicht mehr die täglich gesprochene Sprache in Irland. Es gibt private wie staatliche Bemühungen die irische Sprache als Teil der Kultur zu erhalten. So sind allen öffentlichen Schilder an Straßen, Gebäuden und Bussen zweisprachig ausgewiesen, außerdem ist Irisch in der Republik ein Pflichtschulfach. In den Gaeltacht-Gebieten ist Irisch aber durchaus noch die Muttersprache, die Straßenschilder sind rein irischsprachig ausgewiesen.

Irish Dance

Der irische Tanz ist sehr populär und hat seinen weltweiten Siegeszug im Jahre 1994 mit einem Auftritt beim Eurovision Song Contest in Dublin begonnen. Die Wurzeln dieses Tanzes gehen zurück bis zu den Ringtänzen der Druiden, die sich heute in den Volkstänzen "Céilí" wiederfinden. Außerdem gibt es Paartänze und Einzeltänze in verschiedenen Rhythmen (Timings), den Reel, Jig, Hornpipe und Set Dances. Während der Vielfalt der Schritte bei den Solo- und Paartänzen kaum Grenzen gesetzt werden, sind bei den Set Dances feste Schrittfolgen festgelegt, die von vielen Generation Lehrern an ihre Schüler weitergegeben werden. Sehr bekannte Set Dances sind z.B. St. Patricks Day, Garden of Daisies oder Blackbird. Während die Céilís einen sozialen Hintergrund bei Festen verfolgen, haben die Solotänze historisch eher eine Wettkampfnatur. So traf man sich zu den crossroad dances mit Musikern und anderen Tänzern, um seine Schritte vorzuführen. Der mit den beeindruckendsten oder meisten Schritten war der Gewinner. Diese Tradition wird heute sehr organisiert gelebt mit Wettkämpfen "Feisanna", mit verschieden Leistungsgruppen und begehrten Gewinnen.

Irische Sagen, Volksmärchen und moderne Geschichten

Die Iren erzählen unglaublich gern. Vieles wurde im alten Irland durch Erzählen weitergegeben, selten verfasste man etwas schriftlich. Das galt für das Wissen der Druiden, Musik, Tanzschritte und natürlich für die reichhaltige Geschichten- und Märchenkultur Irlands. Dazu gehören die Urerzählungen von Menschen und Göttern wie The Children of Lir oder Cattle-Raid of Cooley, die heroischen Sagen wie The three sorrows of story-telling, die mitreißenden Geschichten von Finn und den Fianna und die Kaminfeuermärchen über verwunschene Wesen wie The Black Thief oder The Bird of the Golden Land. Moderne Bestseller aus Irland sind beispielsweise Dracula, oder P.S. Ich liebe dich. Aus Irland kommen bis heute viele weltberühmte Schriftsteller und Dichter verschiedener Genres: Oscar Wilde, W.B. Yeats, Marian Keyes, Cecilia Ahern oder Samuel Beckett, um nur einige zu nennen.

Beate Buchholz

... studierte Wirtschaftwissenschaften mit Schwerpunkt Internationales Marketing & Management in Berlin und den Niederlanden. Das Marketing-Vollblut arbeitete anfangs im klassischen Marketing, bevor sie vollends im Online-Marketing aufging. Seit Januar 2010 arbeitet sie nebenberuflich für selbstständige Projekte. Nach vielen Jahren Wettkampf und Show im Irish Dance ist sie nun Autorin für www.visitirland.de und Mitgründerin von www.iguiding.net. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Webseite: www.visitirland.de

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