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Hill of Tara

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Tara (County Meath), insbesondere der Hill of Tara übt noch heute eine magische Anziehung auf alle aus, die auf den Spuren der keltischen Religion sind. Viele Generationen keltischer Hochkönige hatten dort seit der Jungsteinzeit ihren Sitz, es war ein Wohnort und ein ritueller Ort.

Die Christianisierung brachte dem Einfluss der Kultstätte schließlich das Ende. Trotzdem hat sich das spirituelle Erbe des Ortes bis heute gehalten, auch heute noch pilgern unzählige Menschen zu dem magischen Ort. Es wurden Ganggräber am Hill of Tara gefunden, Spuren weisen auch darauf hin, dass sich mehrere Ringforts in Tara befanden. Sicherlich sind viele Besucher enttäuscht, wenn sie vor Ort sind, denn außer einem Ganggrab und grasbewachsenen Gräben ist in Tara nicht viel zu sehen.

Der historisch belesene Besucher kann sicherlich seine Phantasie spielen lassen, andernfalls empfiehlt sich ein Besuch im Visitor Centre, um sich in sachkundigen Führungen über das einst gewaltige Ausmaß des Ortes samt seiner bedeutenden Einwohner zu informieren. Das erfährt man dann über die Hochkönige von Tara und ihr Leben an diesem Ort. Dort gab es beispielsweise Cormack's Haus, der Königssitz von Cormack MacArt, auf dessen Leben die Artussage zurückgehen soll. Außerdem gibt es das Grab der Geiseln, ein Ganggrab aus der Steinzeit.

Gráinnes Fort, ehemals an drei Hügeln gelegen, erzählt eine traurig endende Liebesgeschichte: Gráinne, eine Halbgöttin, war die Tochter des Hochkönigs Cormack. Sie sollte an den erfolgreichen Krieger MacCool verheiratet werden, sie hatte jedoch ihr Herz schon dem jungen Diamuid geschenkt. Vor der Hochzeit legte sie einen Zauber auf Diamuid, damit er sie entführte. Dies gelang erfolgreich, Gráinnes Fort soll die ersten Station dieser Flucht gewesen sein. Nach einigen gemeinsamen Abenteuern tötete Diamuid versehentlich einen Menschen, der in der Gestalt eines Wildschweins unterwegs war. Dafür musste er selbst sein Leben geben.